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  • Dessauer Stromversorgung GmbH

    DessauStromFamilie

    • Nutzung: privat
    • Tariftyp: Sondertarif - Eintarifzählung
    • Erstlaufzeit: 12 Monate
    • Kündigungsfrist: 2 Monate

    Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für den Tarif DessauStromFamilie:

    Allgemeine Geschäftsbedingungen der Dessauer Stromversorgung GmbH (Lieferant)für den Eigenverbrauch im Haushalt119481. Vertragsschluss / Lieferbeginn1.1. Das Angebot des Lieferanten in Prospekten, Anzeigen, Formularen etc. istfreibleibend. Maßgeblich sind die bei Vertragsschluss geltenden Preise.1.2. Der Vertrag kommt zustande, wenn der ausgefüllte und vom Kundenunterschriebene Auftrag zur Stromlieferung zugeht. Sofern der Kundeden Auftrag bis zum 15. eines Monats an die Stadtwerke Dessau schickt(Datum des Poststempels), wird der Stromliefervertrag mit dem 01. desübernächsten Monats wirksam, sofern nichts anderes vereinbart ist.2. Umfang und Durchführung der Lieferung / Eigenerzeugungsanlagen2.1. Der Lieferant liefert dem Kunden dessen gesamten Bedarf an elektrischerEnergie an seine Entnahmestelle.2.2. Bei einer Unterbrechung oder bei Unregelmäßigkeiten in der Elektrizitätsversorgungist der Lieferant, soweit es sich um Folgen einer Störungdes Netzbetriebes einschließlich des Netzanschlusses oder derelektrischen Anlage gemäß § 13 Niederspannungsanschlussverordnung(NAV) handelt, von seiner Leistungspflicht befreit. Zu den möglichenAnsprüchen des Kunden gegen den Netzbetreiber vgl. Ziff. 9.2.3. Der Lieferant ist weiter von seiner Leistungspflicht befreit, soweit undsolange der Netzbetreiber den Netzanschluss und/oder die Anschlussnutzungbzw. der Messstellenbetreiber den Messstellenbetrieb auf eigeneInitiative unterbrochen hat. Das gleiche gilt, wenn der Lieferant ander Lieferung, der Erzeugung und/oder dem Bezug von Strom aufgrundhöherer Gewalt oder sonstiger Umstände, deren Beseitigung dem Lieferantennicht möglich ist oder wirtschaftlich nicht zugemutet werdenkann, gehindert ist.3. Messung/ Zutrittsrecht / Abschlagszahlungen / Schlussrechnung /Anteilige Preisberechnung3.1. Die Menge der gelieferten Energie wird durch Messeinrichtungen deszuständigen Messstellenbetreibers ermittelt. Die Ablesung der Messeinrichtungenwird vom Messdienstleister, Netzbetreiber, Lieferantenoder auf Verlangen des Lieferanten oder des Netzbetreibers kostenlosvom Kunden durchgeführt. Der Kunde kann einer Selbstablesung widersprechen,wenn ihm diese nicht zumutbar ist. Können die Messeinrichtungennicht abgelesen werden oder zeigen sie fehlerhaft an,so können der Lieferant und/oder der Netzbetreiber den Verbrauchinsbesondere auf der Grundlage der letzten Ablesung schätzen oderrechnerisch abgrenzen, wobei die tatsächlichen Verhältnisse angemessenberücksichtigt werden.3.2. Der Kunde hat nach vorheriger Benachrichtigung dem mit einem Ausweisversehenen Beauftragten des Lieferanten, des Messstellenbetreibersoder des Netzbetreibers den Zutritt zu seinem Grundstück und zuseinen Räumen zu gestatten, soweit dies zur Ermittlung der preislichenBemessungsgrundlagen oder zur Ablesung der Messeinrichtungenerforderlich ist. Die Benachrichtigung kann durch Mitteilung an denKunden oder durch Aushang am oder im jeweiligen Haus erfolgen. Siemuss mindestens eine Woche vor dem Betretungstermin erfolgen;mindestens ein Ersatztermin ist anzubieten. Der Kunde hat dafür Sorgezu tragen, dass die Messeinrichtungen zugänglich sind.3.3. Der Lieferant kann vom Kunden einmonatlich Abschlagszahlungen verlangen.Der Lieferant berechnet diese unter Berücksichtigung des voraussichtlichenVerbrauchs nach billigem Ermessen, in der Regel aufder Grundlage der Abrechnung der vorangegangenen 12 Monate bzw.unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Verbrauchs vergleichbarerKunden. Macht der Kunde glaubhaft, dass der Verbrauch erheblichabweicht, ist dies angemessen zu berücksichtigen.3.4. Zum Ende jedes vom Lieferanten festgelegten Abrechnungszeitraumes,der 12 Monate nicht wesentlich überschreitet, und zum Ende des Lieferverhältnisseswird vom Lieferanten eine Abrechnung erstellt, in welcherder tatsächliche Umfang der Belieferung unter Anrechnung der Abschlagszahlungenabgerechnet wird. Ergibt sich eine Abweichung derAbschlagszahlungen von der Abrechnung der tatsächlichen Belieferung,so wird der zuviel oder zuwenig berechnete Betrag erstattet bzw.nachentrichtet oder mit der nächsten Abschlagszahlung verrechnet.3.5. Der Kunde kann jederzeit vom Lieferanten verlangen, eine Nachprüfungder Messeinrichtungen an seiner Abnahmestelle gemäß § 20StromNZV zu veranlassen. Die Kosten der Nachprüfung fallen demKunden nur dann zur Last, sofern die gesetzlichen Verkehrsfehlergrenzennicht überschritten werden. Ergibt eine Nachprüfung der Messeinrichtungeneine Überschreitung der Verkehrsfehlergrenzen oder werdenFehler in der Ermittlung des Rechnungsbetrages festgestellt, sowird der zu viel oder zu wenig berechnete Betrag erstattet oder nachentrichtet.Ansprüche sind auf den der Feststellung des Fehlers vorhergehendenAblesezeitraum beschränkt, es sei denn, die Auswirkungdes Fehlers kann über einen größeren Zeitraum festgestellt werden; indiesem Fall ist der Anspruch auf den Zeitraum seit Vertragsbeginn,längstens auf drei Jahre, beschränkt.3.6. Ändern sich die vertraglichen Preise während des Abrechnungszeitraumes,so erfolgt die Anpassung des Grundpreises tagesgenau, dieArbeitspreise werden mengenanteilig berechnet. Die nach der Preisänderunganfallenden Abschlagszahlungen können entsprechend angepasstwerden.4. Zahlungsbestimmungen / Verzug / Zahlungsverweigerung /Aufrechnung4.1. Sämtliche Rechnungsbeträge sind zu den auf den Rechnungen ausgewiesenenTerminen, Abschläge zu dem vom Lieferanten festgelegtenZeitpunkt fällig und ohne Abzug im Wege des Lastschriftverfahrensoder mittels Dauerauftrag zu zahlen.4.2. Bei Zahlungsverzug kann der Lieferant, wenn er erneut zur Zahlungauffordert oder den Betrag durch einen Beauftragten einziehen lässt,die dadurch entstandenen Kosten konkret oder pauschal berechnen.Bei einer pauschalen Berechnung ist dem Kunden der Nachweis gestattet,solche Kosten seien nicht entstanden oder wesentlich geringerals die Höhe der Pauschale.4.3. Einwände gegen Rechnungen berechtigen zum Zahlungsaufschuboder zur Zahlungsverweigerung nur, sofern die ernsthafte Möglichkeiteines offensichtlichen Fehlers besteht, oder sofern der in einer Rechnungangegebene Verbrauch ohne ersichtlichen Grund mehr als doppeltso hoch wie der vergleichbare Verbrauch im vorherigen Abrechnungszeitraumist und der Kunde eine Nachprüfung der Messeinrichtungverlangt und solange durch die Nachprüfung nicht die ordnungsgemäßeFunktion der Messeinrichtung festgestellt ist.4.4. Gegen Ansprüche des Lieferanten kann nur mit unbestrittenen oderrechtskräftig festgestellten Gegenansprüchen aufgerechnet werden.5. Vorauszahlung5.1. Der Lieferant ist berechtigt, für den Elektrizitätsverbrauch des Kundenin angemessener Höhe Vorauszahlung zu verlangen, wenn nach denUmständen des Einzelfalls Grund zu der Annahme besteht, dass derKunde seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht rechtzeitig nachkommt.Die Höhe der Vorauszahlung des Kunden beträgt mindestensdie für einen Zeitraum von zwei Liefermonaten durchschnittlich zu leistendenZahlungen.5.2. Statt eine Vorauszahlung zu verlangen, kann der Lieferant beim Kundenein Vorkassensystem (z.B. Bargeld- oder Chipkartenzähler) einrichtenund betreiben.6. Preise und Preisanpassung / Steuern, Abgaben und sonstigehoheitlich auferlegte Belastungen6.1. Der Gesamtpreis setzt sich aus Grund- und Arbeitspreis gemäß demjeweils gültigen Preisblatt zusammen. Er enthält den Energiepreis, dieKosten für Messeinrichtung, Messung und Abrechnung, die aus demErneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) folgenden Belastungen, das anden Netzbetreiber abzuführende Netzzugangsentgelt inklusive der vomNetzbetreiber erhobenen Zuschläge nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Modernisierungsgesetz (KWKG) sowie die Konzessionsabgaben.6.2. Die Preise verstehen sich einschließlich der Strom- und der Umsatzsteuerin der jeweils geltenden Höhe (Bruttopreise). Ändern sich dieseSteuersätze, ändern sich die Bruttopreise entsprechend.6.3. Wird die Belieferung oder die Verteilung von elektrischer Energie nachVertragsschluss mit zusätzlichen Steuern oder Abgaben belegt, kannder Lieferant hieraus entstehende Mehrkosten an den Kunden weiterberechnen.Dies gilt nicht, soweit die Mehrkosten nach Höhe und Zeitpunktihres Entstehens bereits bei Vertragsschluss konkret vorhersehbarwaren oder die jeweilige gesetzliche Regelung der Weiterberechnungentgegensteht. Die Weitergabe ist auf die Mehrkosten beschränkt,die nach dem Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung (z.B. nachKopf oder nach Verbrauch) dem einzelnen Vertragsverhältnis zugeordnetwerden können. Mit der neuen Steuer oder Abgabe korrespondierendeKostenentlastungen - z.B. der Wegfall einer anderen Steuer -sind anzurechnen. Eine Weitergabe kann mit Wirksamwerden der betreffendenRegelung erfolgen. Der Kunde wird über die Anpassungspätestens mit der Rechnungsstellung informiert.6.4. Ziff. 6.3 gilt entsprechend, falls sich die Höhe einer nach Ziff. 6.3 weitergegebenenSteuer oder Abgabe ändert; bei einem Wegfall oder einerAbsenkung ist der Lieferant zu einer Weitergabe verpflichtet.6.5. Ziff. 6.3 und Ziff. 6.4 gelten entsprechend, falls auf die Belieferung oderdie Verteilung von elektrischer Energie nach Vertragsschluss eine hoheitlichauferlegte, allgemein verbindliche Belastung (d.h. keine Bußgeldero.ä.) entfällt, soweit diese unmittelbaren Einfluss auf die Kostenfür die nach diesem Vertrag geschuldeten Leistungen hat (wie derzeitz.B. nach dem EEG und dem KWKG).6.6. Der Lieferant kann die auf der Grundlage dieses Vertrages zu zahlendenPreise darüber hinaus nach billigem Ermessen der Entwicklungder Kosten anpassen, die für die Preisberechnung maßgeblich sind.Eine solche Erhöhung oder Ermäßigung kommt insbesondere in Betracht,wenn sich die Kosten für die Beschaffung von Energie oder dieNutzung des Verteilnetzes ändern oder sonstige Änderungen derenergiewirtschaftlichen oder rechtlichen Rahmenbedingungen zu einerveränderten Kostensituation führen (z. B. durch die Einführung vonNetzzugangsentgelten für Einspeisungen, Änderungen der Belastungennach dem EEG oder KWKG). Änderungen der Preise nach dieserZiff. sind nur zum Monatsersten möglich. Der Lieferant wird dem Kundendie Änderungen spätestens sechs Wochen vor dem geplantenWirksamwerden in Textform mitteilen. Ist der Kunde mit der mitgeteiltenPreisanpassung nicht einverstanden, hat er das Recht, den Vertragmit einer Frist von einem Monat zum Monatsende auf den Zeitpunktdes Wirksamwerdens der Preisanpassung in Textform zukündigen. Macht er von diesem Recht keinen Gebrauch, gilt die Preisanpassungals genehmigt. Auf diese Folgen wird der Kunde vom Lieferantenin der Mitteilung gesondert hingewiesen. Ziffer 6.6 gilt nicht fürdas Festpreisprodukt DessauStrom Garant.6.7. Informationen über aktuelle Produkte und Tarife erhält der Kunde unterTelefon-Nr. (03 40) 8 99 10 00 oder im Internet unter www.dvv-dessau.de.7. Änderungen dieser Bedingungen7.1. Die Regelungen dieser Bedingungen beruhen auf den gesetzlichenund sonstigen Rahmenbedingungen zum Zeitpunkt des Vertrags-Seite 1 von 2schlusses (z.B. EnWG, StromGVV, StromNZV, Entscheidungen derBundesnetzagentur). Sollten sich diese und/oder die einschlägigeRechtsprechung (z.B. durch Feststellung der Unwirksamkeit vertraglicherKlauseln) ändern, ist der Lieferant berechtigt, diese Bedingungen? mit Ausnahme der Preise ? insoweit anzupassen und/oder zu ergänzen,als es die Wiederherstellung des Äquivalenzverhältnisses von Leistungund Gegenleistung und/oder der Ausgleich entstandener Vertragslückenzur zumutbaren Fort- und Durchführung des Vertragsverhältnisseserforderlich macht. Eine Anpassung und/oder Ergänzung ist auchzulässig, wenn diese für den Kunden lediglich rechtlich vorteilhaft ist.7.2. Anpassungen dieser Bedingungen nach vorstehendem Absatz sindnur zum Monatsersten möglich. Der Lieferant wird dem Kunden dieAnpassung spätestens sechs Wochen vor dem geplanten Wirksamwerdenin Textform mitteilen. Ist der Kunde mit der mitgeteilten Anpassungnicht einverstanden, hat er das Recht, den Vertrag mit einerFrist von einem Monat zum Monatsende auf den Zeitpunkt desWirksamwerdens der Anpassung in Textform zu kündigen. Macht ervon diesem Recht keinen Gebrauch, gilt die Anpassung als genehmigt.Auf diese Folgen wird der Kunde vom Lieferanten in der Mitteilunggesondert hingewiesen.8. Einstellung der Lieferung / Fristlose Kündigung8.1. Der Lieferant ist berechtigt, sofort die Lieferung einzustellen und dieAnschlussnutzung unterbrechen zu lassen, wenn der Kunde in nichtunerheblichem Maße schuldhaft Strom unter Umgehung, Beeinflussungoder vor Anbringung der Messeinrichtungen verwendet (?Stromdiebstahl?).8.2. Bei Zahlungsverzug des Kunden ab einem Betrag von mindestens ?100,00 inklusive Mahn- und Inkassokosten und unter Berücksichtigungetwaiger Vorauszahlungen nach Ziff. 5.1 ist der Lieferant ebenfalls berechtigt,die Lieferung einzustellen und die Anschlussnutzung unterbrechenzu lassen. Bei der Berechnung des Mindestbetrages bleibennicht titulierte Forderungen außer Betracht, die der Kunde schlüssigbeanstandet hat oder die aus einer streitigen Preiserhöhung des Lieferantenresultieren. Dem Kunden wird die Unterbrechung spätestensvier Wochen vorher angedroht und der Beginn der Unterbrechungspätestens drei Werktage vor der Unterbrechung angekündigt. DieUnterbrechung unterbleibt, wenn der Kunde darlegt, dass hinreichendeAussicht besteht, dass er seinen Verpflichtungen vollumfänglichnachkommt. Der Kunde wird den Lieferanten auf etwaige Besonderheiten,die einer Unterbrechung zwingend entgegenstehen, unverzüglichschriftlich hinweisen.8.3. Die Kosten der Unterbrechung sowie der Wiederherstellung der Belieferungsind vom Kunden zu ersetzen. Die Kosten werden dem Kundennach tatsächlichem Aufwand oder pauschal nach der geltenden Preisregelungin Rechnung gestellt. Bei pauschaler Berechnung hat derKunde das Recht, nachzuweisen, dass die Kosten nicht entstandenoder wesentlich geringer sind als die Pauschale. Die Belieferung wirdwieder hergestellt, wenn die Gründe für die Unterbrechung entfallenund die Kosten der Unterbrechung und Wiederherstellung bezahlt sind.8.4. Der Vertrag kann aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Fristgekündigt und die Lieferung eingestellt werden. Ein wichtiger Grundliegt insbesondere vor, wenn die Voraussetzungen nach Ziff. 8.1 oder8.2 wiederholt vorliegen und, im Fall des Zahlungsverzugs, dem Kundendie Kündigung zwei Wochen vorher angedroht wurde.9. Haftung9.1. Ansprüche wegen Schäden durch Unterbrechung oder bei Unregelmäßigkeitenin der Elektrizitätsversorgung sind, soweit es sich umFolgen einer Störung des Netzbetriebes einschließlich des Netzanschlusseshandelt, gegenüber dem Netzbetreiber geltend zu machen(§ 18 NAV).9.2. Der Lieferant wird unverzüglich über die mit der Schadensverursachungzusammenhängenden Tatsachen Auskunft geben, wenn sie ihm bekanntsind oder von ihm in zumutbarer Weise aufgeklärt werden könnenund der Kunde dies wünscht.9.3. In allen übrigen Haftungsfällen ist die Haftung der Parteien sowie ihrerErfüllungs- und Verrichtungsgehilfen für schuldhaft verursachte Schädenausgeschlossen, soweit der Schaden nicht durch Vorsatz odergrobe Fahrlässigkeit herbeigeführt wurde; dies gilt nicht bei Schädenaus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,oder der schuldhaften Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog.Kardinalpflichten).9.4. Im Falle einer Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, welche nichtauf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht, beschränkt sich die Haftungauf den Schaden, den die haftende Partei bei Abschluss des jeweiligenVertrages als mögliche Folge der Vertragsverletzung vorausgesehenhat oder unter Berücksichtigung der Umstände, die sie kannteoder kennen musste, hätte voraussehen müssen. Gleiches gilt beigrob fahrlässigem Verhalten einfacher Erfüllungsgehilfen (nicht leitendeAngestellte) außerhalb des Bereichs der wesentlichen Vertragspflichtensowie der Lebens-, Körper oder Gesundheitsschäden.9.5. Die Bestimmungen des Produkthaftungsgesetzes bleiben unberührt.10. Umzug / Lieferantenwechsel / Rechtsnachfolge10.1. Der Kunde ist verpflichtet, dem Lieferanten jeden Umzug mit einer Fristvon einem Monat auf das Ende eines Kalendermonats mit Angabe derneuen Anschrift in Textform anzuzeigen.10.2. Der Lieferant wird den Kunden ? sofern kein Fall nach Ziff. 10.3 vorliegt? an der neuen Entnahmestelle auf Grundlage eines Sondervertragesweiterbeliefern. Die Belieferung zum Zeitpunkt des Einzugs setzt voraus,dass der Kunde dem Lieferanten das Umzugsdatum rechtzeitigmitgeteilt hat und ein Auftrag zur Belieferung mit elektrischer Energieim Sondervertrag vorliegt.10.3. Ein Umzug des Kunden beendet den Liefervertrag zum Zeitpunkt desvom Kunden mitgeteilten Umzugsdatums, wenn der Kunde aus demGebiet des bisherigen Netzbetreibers in das Gebiet eines anderenNetzbetreibers zieht. Der Lieferant unterbreitet dem Kunden für die neueEntnahmestelle auf Wunsch gerne ein neues Angebot.10.4. Unterbleibt die Mitteilung des Kunden nach Ziff. 10.1 aus Gründen, diedieser zu vertreten hat, und wird dem Lieferanten die Tatsache desUmzugs auch sonst nicht bekannt, ist der Kunde verpflichtet, weitereEntnahmen an seiner bisherigen Entnahmestelle, für die der Lieferantgegenüber dem örtlichen Netzbetreiber einstehen muss und für die ervon keinem anderen Kunden eine Vergütung erlangt, nach den Preisendieses Vertrages zu vergüten. Die Pflicht des Lieferanten zur unverzüglichenAbmeldung der bisherigen Entnahmestelle bleibt unberührt.10.5. Der Lieferant ist berechtigt, die Rechte und Pflichten aus dem Vertragals Gesamtheit auf einen Dritten zu übertragen. Die Übertragung wirderst wirksam, wenn der Kunde zustimmt. Die Zustimmung darf nurverweigert werden, wenn begründete Zweifel an der technischen oderwirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Dritten bestehen. Die Zustimmunggilt als erteilt, wenn der Kunde nicht innerhalb von acht Wochennach der schriftlichen Mitteilung über die Übertragung der Rechte undPflichten schriftlich widerspricht. Auf diese Folgen wird der Kunde vomLieferanten in der Mitteilung gesondert hingewiesen.10.6. Der Zustimmung des Kunden bedarf es nicht, soweit es sich um eineÜbertragung der Rechte und Pflichten auf einen Dritten im Rahmeneiner rechtlichen Entflechtung des Lieferanten nach § 7 EnWG handelt.11. DatenschutzDie Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes werden beachtet.12. Informationen zu Wartungsdiensten und -entgeltenAktuelle Informationen zu Wartungsdiensten und -entgelten sind beimörtlichen Netzbetreiber erhältlich.13. Schlussbestimmungen13.1. Diese Bedingungen sind abschließend. Mündliche Nebenabredenbestehen nicht.13.2. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam oderundurchführbar sein oder werden, so bleibt der Vertrag im Übrigendavon unberührt. An die Stelle der unwirksamen bzw. undurchführbarenBestimmung tritt die gesetzliche Bestimmung. Sofern keine gesetzlicheRegelung besteht, werden Lieferant und Kunde die unwirksamebzw. undurchführbare Bestimmung durch eine wirksame oderdurchführbare, in ihrem wirtschaftlichen Ergebnis möglichst gleichkommendeBestimmung ersetzen. Entsprechendes gilt für eine Lücke imVertrag.Besondere Geschäftsbedingungen derDessauer Stromversorgung GmbH für den Eigenverbrauchim Produkt DessauStrom GarantA.Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2011. Während dieser Laufzeitgarantiert die DSV dem Kunden einen gleich bleibenden GrundundArbeitspreis. Eine Vertragsverlängerung zu den oben genanntenPreisen ist ohne ausdrückliche Zustimmung der DSV nicht möglich.B.DSV wird dem Kunden bis zum 10. November 2011 ein neues Preisangebotfür ein weiteres Lieferjahr unterbreiten. Das Angebot gilt als angenommenund der Vertrag verlängert sich stillschweigend um einweiteres Jahr, wenn der Kunde nicht bis zum 30. November 2011 schriftlichwiderspricht. Auf diese Regelung wird DSV den Kunden zugleichmit dem neuen Angebot hinweisen. Widerspricht der Kunde form- undfristgerecht, endet der Vertrag zum 31. Dezember 2011. Bezieht derKunde weiterhin Strom, ohne einen Sondervertrag mit der DSV vereinbartzu haben oder vertraglich mit einem anderen Anbieter verbundenzu sein, gelten für die weitere Belieferung die Allgemeinen Bedingungenund die allgemeinen Preise der gesetzlich vorgeschriebenenGrund- und Ersatzversorgung. Diese Bedingungen und Preise werdenfortlaufend öffentlich unter www.dvv-dessau.de bekannt gegeben unddem Kunden auf Anfrage in den Geschäftsräumen der DSV ausgehändigt.Liegt DSV eine Einzugsermächtigung vor, gilt diese für den Grundversorgungsvertragfort, bis sie vom Kunden widerrufen wird.C.Vorstehende Regelungen gelten entsprechend für die Folgejahre. Sollteder Vertrag nicht fortgeführt werden, wird DSV mit einer Frist von dreiMonaten zum 31. Dezember die Beendigung des Vertrages DessauStrom Garant ankündigen.(Stand Januar 2010)Seite 2