Home
News
News Kohlekraftwerk Mannheim soll Kaltreserve werden
29.08.2011 Nach Ansicht des baden-württembergischen Umweltministeriums steht einer Nutzung des Großkraftwerks Mannheim (GKM) als Kaltreserve nichts mehr im Wege. Wie das Ministerium am Freitag der Bundesnetzagentur mitteilte, könne die notwenidge immissionsschutzrechtliche Genehmigung bis Ende Oktober erteilt werden. Damit könne Block 3 des GKM, der sich bereits jetzt schon in Reserve befindet, auch als Kaltreserve für bestimmte Situationen, in denen im kommenden Winter Stromengpässe drohen, genutzt werden.
Die Bundesnetzagentur hatte zuvor die Landesregierung aufgefordert, die immissionsschutzrechtlichen Voraussetzungen für eine Nutzung von Block 3 des GKM zu schaffen, da ansonsten auch das bereits abgeschaltete Atomkraftwerk Philippsburg 1 als Kaltreserve in Betracht kommen könne. Das Umweltministerium geht nun davon aus, „dass sich für die Bundesnetzagentur die Frage einer atomaren Kaltreserve, beispielsweise durch Philippsburg 1, nunmehr nicht mehr stellen dürfe,“ wie es in einer Pressemitteilung hieß. Gleichzeitig betonte es, dass es durch die jetzt getroffene Entscheidung zu keiner Erhöhung der bisher genehmigten Emissionsfrachten komme, da als Ausgleich bereits genehmigte Mengen der anderen Blöcke und von Block 3 abgesenkt würden. Zudem komme die Nutzung als Kaltreserve nur in wenigen Situationen überhaupt in Frage.
Im GKM sind derzeit vier Blöcke (4, 6, 7, 8) in Betrieb. Block 3 fungiert als Reserve falls einer dieser Blöcke ausfällt. Zugleich wird mit Block 9 derzeit ein weiterer Block gebaut, bei dessen geplanter Inbetriebnahme im Jahr 2014 die Blöcke 3 und 4 stillgelegt werden sollen. Dabei soll es laut Umweltministerium auch in jedem Fall bleiben, da sich nach Inbetriebnahme des Blocks 9 die Frage einer Kaltreserve nicht mehr stelle. Mit 911 Megawatt Leistung hat Block 9 doppelt so viel Kapazität wie die Blöcke 3 und 4 (zusammen 440 MW).
Weitere News zum Thema-
